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An höchster Stelle des terrassierten Friedhofs nimmt die Aussegnungshalle einen markanten Punkt vor der dunklen Waldkulisse ein. Nach dem Abriss des Provisoriums reicht die Sicht von hier aus über das gesamte Neckartal.

Eine weiße Wand, die den vorhandenen Glockenturm als Kontrapunkt einbindet, bildet die lange, auf den Eingang zuführende Südfront. Das rechtwinklig dazu ausgreifende, hölzerne Dach überspannt einen geschützten Vorbereich zur Halle. Der Wirtschaftshof bildet einen abgeschlossenen Bereich, der unabhängig vom Besucherbereich ist. Das reduzierte Bild des kubisch bewegten Volumens vermittelt dem Besucher einen Eindruck von Konzentration und Fassung.

Je nach Lichtverhältnissen entstehen über die Oberverglasung wechselnde, abstrakte Szenen als Hintergrund zum Katafalk. Ein Schichtenbild aus textilem Gewebe, blauem Glas und gerahmtem Licht erzeugt eine ideelle Achse, die über den Aufstellungsort des Sarges hinausweist. Das horizontale Kreuz ist ein strukturelles Element des Raums. Der transzendente Charakter des Todes erhält ein gegliedertes Symbol, das nur mit architektonischen Mitteln geschaffen wird.

  • Adresse

    Waldfriedhof Plochingen

  • Wettbewerb

    2000, 1. Preis

  • Realisierung

    2000-2001

  • Auftraggeberin

    Stadt Plochingen

  • Planungsumfang

    LPH 2-8

  • Nutzung

    Aussegnungshalle

  • Fotografie

    Valentin Wormbs

  • Team

    Freimut Jacobi, Susanne Schwarz, Wolfgang Schwarz u.a.

  • Auszeichnungen

    Hugo-Häring-Preis 2002, Gute Bauten BDA 2002, Beispielhaftes Bauen AKBW 2001-2006

  • Presse

    "Architektur in Baden-Württemberg" herausgegeben von BDA Baden-Württemberg 2003, "Architektur neues Baden-Württemberg" herausgegeben von Verlagshaus Braun 2007